Di viderbagegenish („Die Wiederbegegnung“) ist eine Oper auf Jiddisch
des Komponisten und Musikwissenschaftlers Dr. Jean Goldenbaum
Die 2024 komponierte Oper wurde im selben Jahr in reduzierter Kammerbesetzung uraufgeführt (Premiere im Schloss Bevern, Südniedersachsen, und einen Abend später in der Abtei Marienmünster, Nordrhein-Westfallen). Ein Jahr später, im Herbst 2025, wurde sie dreimal erfolgreich in Originalbesetzung (mit vollem Streichorchester) aufgeführt - (Deutsches Theater Göttingen, Stadthalle Holzminden und NDR Lieberman-Studio Hamburg).
des Komponisten und Musikwissenschaftlers Dr. Jean Goldenbaum
Die 2024 komponierte Oper wurde im selben Jahr in reduzierter Kammerbesetzung uraufgeführt (Premiere im Schloss Bevern, Südniedersachsen, und einen Abend später in der Abtei Marienmünster, Nordrhein-Westfallen). Ein Jahr später, im Herbst 2025, wurde sie dreimal erfolgreich in Originalbesetzung (mit vollem Streichorchester) aufgeführt - (Deutsches Theater Göttingen, Stadthalle Holzminden und NDR Lieberman-Studio Hamburg).
Die Oper basiert auf einer Kurzgeschichte von Isaac Bashevis Singer (1902–1991). Dr. Goldenbaum selbst schrieb das Libretto und integrierte in Singers Geschichte mehrere andere Elemente der jüdischen Kultur und Liturgie, wie Passagen in Hebräisch und sogar in Aramäisch. (Die Oper ist mit deutschen Untertiteln versehen.)
Die Oper dauert circa 70 Minuten und wird vollständig gesungen. Sie hat zwei Hauptrollen: eine Sopranistin und einen Bariton. Begleitet werden sie von einem Streichorchester mit zwei Solisten (Klarinette und Cello) und einem Chor (der durch Gesang und Sprechgesang auch szenische Rollen übernimmt).
Die Oper erzählt die Geschichte eines jüdischen Mannes und einer jüdischen Frau, die sich wiederbegegnen, nachdem das Schicksal sie in der Vergangenheit trennte.
Obwohl sie im New York der 1960er Jahre spielt und die Protagonisten zwei jüdische Einwanderer aus Osteuropa sind, ist die Erzählung universell, da sie auf Reflexionen über Leben, Tod und Liebe basiert – und darüber hinaus Spuren typisch jüdischen Humors enthält.
Der Komponist selbst übernahm eine kleine, nicht singende Rolle als Rabbiner. Die Oper enthält Momente der Metasprache, in denen beispielsweise der Rabbi auch zu einem zweiten Dirigenten wird und den Chor leitet, der gleichzeitig zu den Trauernden wird.
PRESSE UND REZENSSIONEN
Beitrag über Goldenbaums Oper im Fernsehen (NDR-ARD), 03.10.2024, vor der Uraufführung:
Wie ein jüdischer Komponist die Welt verbessern will
Beitrag über Goldenbaums Oper im Fernsehen (NDR-ARD), 03.10.2024, vor der Uraufführung:
Wie ein jüdischer Komponist die Welt verbessern will
Kritiken in der Presse nach der Aufführungen in 2024:
„Viele, die eher mit skeptischer Neugier gekommen waren, zeigten sich versöhnt und nunmehr ein Stück weiter offen für neue Musik. Auch über den Inhalt wurde lebhaft diskutiert – das Beste, was einem Kunstwerk passieren kann. Der Start ist Goldenbaum mit seinem großartigen Team also mehr als gelungen, im nächsten Jahr strebt er die Orchesterfassung in größeren Opernhäusern an. Seine wachsende Fangemeinde wünscht ihm auch dafür von ganzem Herzen Masel tow!“
– Täglicher Anzeiger Holzminden, 07.10.2024
„Mit großer Begeisterung wurde die Aufführung im vollbesetzen Saal der Kulturstiftung Marienmünster gefeiert. Komponist Jean Goldenbaum, der die Aufführung selbst geleitet hat, nahm den Applaus des Publikums entgegen.“
– Neue Westfälische, 18.10.2024
Kritiken in der Presse nach der Aufführungen in 2025:
„Goldenbaums Musik verzauberte das Theaterpublikum. Seine Ästhetik ist frisch und originell und findet gleichzeitig Anklang beim zeitgenössischen Publikum. Seine Musik ist grundsätzlich atonal, doch in bestimmten Momenten führt er das Publikum in tonale Passagen, die perfekt mit der Handlung der Erzählung harmonieren.“
– Kulturportal vom Kulturbüro Göttingen, 31.10.2025
„Die schauspielerische Leistung der Beiden schließt sich nahtlos ihrer Sangeskunst an, sie lassen die Zuschauer wirklich teilhaben an dieser skurrilen Geschichte. Und für diesen menschlichen Tanz zwischen Zweifel und Glauben, zwischen Verzweiflung und Hoffnung schuf Jean Goldenbaum eine so wunderbare, so einfühlsame Musik, die sich der Beschreibung des Verfassers entzieht.“
– Täglicher Anzeiger Holzminden, 04.11.2025